Spielerschutz ist das Fundament unseres Handelns. Hier finden Sie umfassende Informationen zur Kontrolle Ihres Spielverhaltens, Warnsignale einer möglichen Suchtentwicklung und professionelle Hilfsangebote.
Glücksspiel ist eine Form der Unterhaltung, die seit Jahrhunderten existiert. Doch wir sind uns vollkommen bewusst, dass diese Form der Freizeitgestaltung Risiken birgt, die man nicht ignorieren darf. Für die überwiegende Mehrheit der Menschen ist das Spielen ein harmloses Vergnügen – ein Zeitvertreib, der Spannung verspricht. Für einige Menschen jedoch kann das Glücksspiel zu ernsthaften Problemen führen, die das soziale, finanzielle und gesundheitliche Leben massiv beeinträchtigen.
Als Anbieter nehmen wir unsere Verantwortung sehr ernst. Unser Ziel ist es nicht nur, eine Plattform für Unterhaltung zu bieten, sondern sicherzustellen, dass Sie als Spieler geschützt sind. Spielerschutz ist kein bloßes Lippenbekenntnis oder eine gesetzliche Pflichtübung; es ist das Fundament unseres Handelns. Wir möchten, dass Sie informierte Entscheidungen treffen.
Auf dieser Seite finden Sie umfassende Informationen darüber, wie Sie Ihr Spielverhalten kontrollieren, Warnsignale einer möglichen Suchtentwicklung erkennen und wo Sie professionelle, anonyme Hilfe finden können. Wir stehen für Transparenz und den Schutz unserer Nutzer. Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diese Informationen sorgfältig zu lesen.
Wichtig: Glücksspiel kann süchtig machen. Wenn Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Alle Beratungsangebote sind kostenlos und anonym.
Der beste Schutz vor problematischem Spielverhalten beginnt, bevor der erste Einsatz getätigt wird. Prävention bedeutet, sich Regeln zu setzen und diese strikt einzuhalten. Wenn Sie die folgenden Grundsätze beherzigen, minimieren Sie das Risiko eines Kontrollverlusts erheblich:
Betrachten Sie das Spielen als das, was es ist: eine kostenpflichtige Freizeitbeschäftigung. Sie bezahlen für die Spannung und das Erlebnis, ähnlich wie bei einem Kinobesuch. Der Gedanke, mit Glücksspiel Geld verdienen zu können oder gar finanzielle Probleme zu lösen, ist ein gefährlicher Trugschluss, der oft den Beginn einer Suchtspirale markiert.
Bevor Sie eine Spielsitzung beginnen, legen Sie fest, wie viel Geld Sie maximal verlieren können. Dieser Betrag muss so gewählt sein, dass sein Verlust Sie im täglichen Leben nicht einschränkt. Sobald dieses Limit erreicht ist, beenden Sie das Spiel konsequent.
Der Versuch, verlorenes Geld durch höhere Einsätze oder längeres Spielen zurückzugewinnen ("Chasing Losses"), ist einer der häufigsten Gründe für die Entstehung von Spielsucht. Akzeptieren Sie Verluste als Teil des Spiels.
Spielen Sie niemals, wenn Sie unter starkem emotionalen Stress stehen, wütend, einsam oder depressiv sind. Glücksspiel sollte nicht als Bewältigungsmechanismus für negative Gefühle dienen. Auch der Einfluss von Alkohol oder Medikamenten beeinträchtigt Ihre Urteilsfähigkeit massiv und sollte beim Spielen tabu sein.
Verlieren Sie nicht das Zeitgefühl. Setzen Sie sich ein zeitliches Limit für Ihre Spielsitzung. Stellen Sie sich notfalls einen Wecker. Wenn das Glücksspiel beginnt, andere Hobbys, berufliche Pflichten oder Zeit mit der Familie zu verdrängen, läuft etwas falsch.
Spielsucht entwickelt sich oft schleichend. Es ist nicht immer leicht, den Übergang von genussvollem Spiel zu problematischem Verhalten selbst zu erkennen. Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Wenn Sie sich in mehreren der folgenden Aussagen oder Verhaltensweisen wiedererkennen, besteht dringender Handlungsbedarf.
Wenn Sie auch nur eine dieser Fragen mit "Ja" beantworten, empfehlen wir Ihnen dringend, eine Spielpause einzulegen und professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.
Moderne Glücksspielplattformen bieten eine Vielzahl von Werkzeugen an, die Ihnen helfen, Ihre eigenen Grenzen technisch durchzusetzen. Diese Tools sind keine Schikane, sondern wirksame Instrumente des Spielerschutzes. Nutzen Sie diese Möglichkeiten proaktiv:
Dies ist das wichtigste Werkzeug. Legen Sie fest, wie viel Geld Sie pro Tag, Woche oder Monat auf Ihr Spielkonto einzahlen können. Gemäß dem deutschen Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV 2021) gibt es anbieterübergreifende Obergrenzen, doch Sie können und sollten individuelle, niedrigere Limits setzen, die zu Ihrer persönlichen finanziellen Situation passen.
Ein Verlustlimit beschränkt den Betrag, den Sie in einem bestimmten Zeitraum verlieren können. Gewinne werden dabei oft gegengerechnet. Dies schützt Ihr Kapital effektiver als ein reines Einsatzlimit.
Legen Sie fest, wie lange Sie pro Sitzung eingeloggt sein dürfen. Nach Ablauf der Zeit werden Sie automatisch ausgeloggt. Dies verhindert das sogenannte "Tunneln", bei dem man Raum und Zeit vergisst.
Diese Benachrichtigungen unterbrechen das Spiel in regelmäßigen Abständen (z. B. stündlich). Ein Pop-up informiert Sie darüber, wie lange Sie bereits spielen und wie viel Geld Sie gewonnen oder verloren haben. Sie müssen diese Meldung aktiv bestätigen, um weiterspielen zu können.
Fühlen Sie sich gestresst oder merken Sie, dass Sie die Kontrolle verlieren? Sie können Ihr Konto für einen kurzen Zeitraum (z. B. 24 Stunden, eine Woche oder einen Monat) sperren lassen. In dieser Zeit ist kein Zugriff möglich.
Eine Erhöhung dieser Limits wird erst nach einer gesetzlichen Wartezeit wirksam, während Senkungen sofort greifen. Dies dient Ihrem Schutz und verhindert impulsive Entscheidungen.
Ein Kernstück des deutschen Spielerschutzes ist das zentrale Sperrsystem OASIS (Onlineabfrage Spielerstatus). Alle legalen Glücksspielanbieter in Deutschland sind an dieses System angeschlossen.
OASIS ist eine bundesweite Datenbank. Wenn ein Spieler in OASIS gesperrt ist, darf er bei keinem lizenzierten Anbieter in Deutschland mehr spielen – weder online (Slots, Poker, Sportwetten) noch in landbasierten Spielhallen oder Casinos.
Sie können sich jederzeit selbst sperren lassen. Dies ist der effektivste Schritt, wenn Sie merken, dass Sie die Kontrolle verloren haben. Eine Selbstsperre beträgt mindestens 3 Monate, sofern Sie keinen anderen Zeitraum angeben (jedoch nie weniger als 3 Monate).
Zusätzlich gibt es den "Panik-Button" auf jeder Webseite: Ein Klick darauf löst sofort eine 24-stündige Sperre aus. Dies dient als Notbremse in akuten Stresssituationen.
Auch Dritte (z. B. Familienangehörige oder die Anbieter selbst) können eine Sperre beantragen, wenn sie durch Dokumente oder Beobachtungen glaubhaft machen können, dass ein Spieler spielsuchtgefährdet oder überschuldet ist.
Wichtig zu wissen: Eine OASIS-Sperre läuft nicht automatisch ab. Sie müssen nach Ablauf der Mindestdauer einen schriftlichen Antrag auf Entsperrung stellen. Dies stellt sicher, dass eine bewusste Entscheidung zur Rückkehr getroffen wird und keine impulsive Handlung vorliegt.
Weitere Informationen und Formulare zur Selbst- oder Fremdsperre finden Sie beim Regierungspräsidium Darmstadt:
OASIS-Spiel.de besuchenEs ist keine Schande, Hilfe zu suchen. Glücksspielsucht ist eine anerkannte Krankheit, die behandelbar ist. In Deutschland gibt es ein exzellentes Netzwerk an professionellen, kostenlosen und anonymen Beratungsstellen. Zögern Sie nicht, diese zu kontaktieren – oft reicht schon ein erstes Gespräch, um eine Last von den Schultern zu nehmen.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Kostenfrei und anonym
Die BZgA bietet ein umfassendes Beratungsangebot mit telefonischer Beratung und Online-Informationen.
Ein spezielles Portal der BZgA mit Selbsttests, Informationen und einem Beraterfinder für Ihre Region.
Hier finden Sie Informationen zur Prävention und Hilfe bei Glücksspielsucht sowie Kontaktadressen zu Beratungsstellen in Ihrer Nähe.
Dieser Verband bietet Hilfe für Betroffene und Angehörige sowie eine Suchfunktion für Selbsthilfegruppen.
Wenn Sie sich in einer akuten psychischen Krise befinden und sofort jemanden zum Reden brauchen, rund um die Uhr erreichbar.
Spielsucht ist eine Krankheit, die nicht nur den Spieler betrifft, sondern das gesamte soziale Umfeld in Mitleidenschaft zieht. Als Partner, Elternteil oder Freund fühlen Sie sich vielleicht hilflos, wütend oder schuldig. Hier sind einige Ratschläge, wie Sie mit der Situation umgehen können:
Achten Sie auf unerklärliche Geldprobleme, Geheimniskrämerei, Stimmungsschwankungen und sozialen Rückzug. Fehlt Geld auf dem gemeinsamen Konto? Werden Rechnungen versteckt? Diese Anzeichen können auf ein Spielproblem hindeuten.
Suchen Sie das Gespräch in einer ruhigen Minute, nicht wenn der Betroffene gerade gespielt hat oder alkoholisiert ist. Verwenden Sie Ich-Botschaften ("Ich mache mir Sorgen...", "Ich habe Angst, dass..."), anstatt Vorwürfe zu machen ("Du verspielst unser Geld"). Ein respektvoller Dialog öffnet Türen.
Es ist wichtig, dass Sie nicht in den finanziellen Abwärtsstrudel mitgerissen werden. Trennen Sie Konten. Leihen Sie dem Betroffenen kein Geld, um "Schulden zu begleichen" – dies verlängert die Sucht oft nur (Co-Abhängigkeit). Übernehmen Sie keine Verantwortung für die Handlungen des Spielers.
Es gibt spezielle Beratungsangebote und Selbsthilfegruppen für Angehörige von Spielsüchtigen. Sie müssen diese Last nicht allein tragen. Die oben genannten Kontaktstellen (BZgA etc.) beraten auch Angehörige und können Sie zu speziellen Angehörigengruppen vermitteln.
Ihre eigene psychische Gesundheit ist ebenso wichtig. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Unterstützung für sich selbst zu suchen. Co-Abhängigkeit ist real und kann behandelt werden.
Unsere Maßnahmen zum verantwortungsvollen Spielen basieren auf den strengen Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021). Deutschland hat eines der strengsten Spielerschutzgesetze weltweit, um Nutzer wie Sie zu schützen.
Glücksspiel ist für Minderjährige gesetzlich verboten. Wir sind verpflichtet, die Identität und das Alter jedes Spielers vor der Spielteilnahme zu überprüfen (KYC-Verfahren). Wir setzen fortschrittliche Verifikationssysteme ein, um sicherzustellen, dass keine Minderjährigen Zugang zu unserem Angebot haben.
Eltern empfehlen wir die Nutzung von Filtersoftware (z. B. Net Nanny, CyberSitter), um den Zugriff auf Glücksspielseiten auf heimischen Computern zu blockieren, falls Minderjährige im Haushalt leben.
Als legaler Anbieter operieren wir unter der Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Das bedeutet, dass wir uns an strikte Auflagen bezüglich Fairness, Transparenz, Datensicherheit und vor allem Suchtprävention halten müssen.
Alle auf dieser Seite beschriebenen Schutzmaßnahmen entsprechen den Anforderungen des Glücksspielstaatsvertrags 2021 und werden regelmäßig von unabhängigen Stellen überprüft.
Wir möchten, dass Sie sich bei uns wohlfühlen. Aber noch wichtiger ist uns, dass Sie sicher bleiben. Bitte nutzen Sie die angebotenen Limits. Bitte hören Sie auf Ihr Bauchgefühl, wenn der Spaß aufhört.
Und bitte scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn das Spiel zur Belastung wird. Es gibt immer einen Weg zurück – und Sie müssen ihn nicht allein gehen.